Präzise und schnelle Kommunikation rettet im Einsatz Leben

15 Einsatzkräfte des THW Hannover/Langenhagen absolvierten im Juli erfolgreich die Bereichsausbildung „BOS-Sprechfunk“ und „Kartenkunde“.

MRT und HRT, DMO und TMO: Wer sich mit dem digitalen Sprechfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) beschäftigt, lernt eine Menge neuer Abkürzungen dazu. Im ersten Teil der theoretischen Ausbildung erläuterte Bereichsausbilder Lennart Meyer die rechtlichen und physikalischen Grundlagen der Funktechnik sowie den sicheren Umgang mit den im THW eingesetzten BOS-Sprechfunkgeräten Er informierte auch über Möglichkeiten und Grenzen des Funkverkehrs und die mögliche Zusammenarbeit/Kommunikation mit anderen BOS Organisationen.

Um auch in Zeiten von Handys, Navigationsgeräten und GPS oder eben dem nicht vorhanden sein eines elektronischen Hilfsgerätes, noch in der Lage zu sein, den Einsatzort finden zu können, gehört auch die „Kartenkunde“ zur Ausbildung im THW. Damit sich die THWler mit Informationen wie Koordinaten, UTM Gitter, Maßstab usw. in den ihnen zur Verfügung stehenden Karten orientieren können, widmete sich der zweite Teil der theoretischen Ausbildung ganz dem Thema „Kartenkunde“.  

Praktische Anwendung fand das theoretisch gelernte dann bei einer Koordinatenfahrt. Über Funk erhielten die Teams Koordinaten. Diese mussten sie umrechnen und die ermittelten in der Region Hannover gelegenen Punkte anfahren. Zwischendurch mussten sie zu bestimmten Zeiten immer wieder Funksprüche absetzen oder entgegen nehmen.

Das BOS-Digitalfunknetz ist das weltweit größte Funknetz, das auf dem internationalen TETRA-Standard basiert. Mit diesem Funknetz verfügen die Einsatzkräfte der Polizeien, Feuerwehren, Rettungsdienste sowie weiterer Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen über ein modernes und vielseitiges Kommunikationsmittel. Die Technik lässt eine organisationsübergreifende und bundesweite Verständigung zu und vereinfacht somit die Durchführung komplexer Einsatzszenarien – insbesondere auch in Krisenlagen und Katastrophensituationen.

Foto Benedikt Schünemann