Hochwasser am Bissendorfer See

Ob mit Schmutzwasserpumpen, beim Stegebau, dem Nivellieren oder an der Lagekarte, spannend ging es auch für unsere Jugendlichen beim Dienst am Bissendorfer See zu.

15 Grad Lufttemperatur, den See vor Augen, da bekam der eine oder andere THWler durchaus Lust in den See zu springen, konnte sich aber angesichts der Wassertemperaturen dann doch beherrschen.  Es war aber bestes Wetter, um das Thema „Hochwasserschutz“ umzusetzen.

Die Fachgruppe Wasserschaden Pumpen testete gemeinsam mit der Fachgruppe Beleuchtung, welche elektrischen Tauchpumpen sie mit dem Lichtmastanhänger betreiben können. Die Jugendlichen aus unserer Jugendgruppe freuten sich mit der Hannibal arbeiten zu dürfen. Hannibal, das ist übrigens unsere Schmutzwasserpumpe. Da zum Thema Hochwasserschutz selbstverständlich auch der Stegebau gehört, bauten die Bergungsgruppen einen Zweibock, der als Portal für einen Leitersteg mit 4 Steckleiterteilen und Holzboden als Laufweg bei überfluteten Wegen dient.

In Hochwasserlagen ist es wichtig die Sandsäcke an der richtigen Stelle zu verbauen. Würden Sandsackdämme mit einer festen Höhe einfach in einem Gebiet mit Bodenwellen verlegt, so wären sie in Tälern zu niedrig und in den Erhebungen eventuell überflüssig. Um dies vorher einschätzen zu können, gibt es ein Messverfahren, das „Nivellieren“. Auf diese Weise kann aber auch das Verlegen der Schläuche optimiert werden um damit die Pumpleistung der Schmutzwasserpumpen zu erhöhen.

Eine klassische Aufgabe für den Zugtrupp und eine spannende Ausbildung für die Jugendlichen, die heute im Zugtrupp mitarbeiten durften. Auf einer Lagekarte dem klassischen Führungsinstrument hielten sie wie im Einsatz üblich, alle wesentlichen  Informationen fest.

Ohne Mampf kein Kampf. In Einsätzen werden Einsatzkräfte, nicht nur des THW, von der Fachgruppe Verpflegung verpflegt. Dabei müssen selbstverständlich auch unter Einsatzbedingungen die gängigen Hygienebestimmungen eingehalten werden. Keine Herausforderung für unsere einsatzerfahrenen Köche, die uns mit einem leckeren Mittagesssen verwöhnten.

Fotos Sven Quintel und Pierre Graser