Flugunfall, fast 500 Einsatzkräfte üben am Flughafen

27.10.2018. Am Hannover Airport fand die alle zwei Jahre vorgeschriebene ICAO-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Trainiert wurde bei der Übung vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden und Abteilungen der Flughafengesellschaft.

Dabei auch 20 Einsatzkräfte das THW Hannover/Langenhagen. Wir entsendeten einen Fachberater mit unterstützendem Zugtrupp in die Einsatzleitung und zwei Bergungsgruppen. Die Bergungsgruppen unterstellten sich der Feuerwehr Godshorn. Sie rückten gemeinsam an und arbeiteten in gemischten Teams.

Als Übungsszenario wurde ein Flugunfall im südlichen Vorfeldbereich des Hannover Airport angenommen: Während des Starts eines Helikopters, Typ Bell 407GX, zu einem Rundflug, kam es zu einer Kollision mit einer Privatmaschine des Typs Beechcraft King Air 350. Der Helikopter stürzt aus ca. zwei Metern Höhe ab. Durch den Heckrotor des Helikopters wurde die Tragfläche der Privatmaschine aufgerissen und ein Feuer entfacht. Die Insassen waren teilweise eingeklemmt. Durch umherfliegende Trümmerteile wurden am Boden mehrere Menschen einer Wartungscrew sowie Gäste in einem Bus getroffen. Schwerpunkt der diesjährigen Übung war die medizinische Versorgung einer hohen Anzahl von Verletzten.

Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben turnusmäßige Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor.

Pierre Graser